| Stichwort Diplomarbeit / Magisterarbeit |
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Eine Diplomarbeit oder eine Magisterarbeit soll den Autor als kompetent und umfassend informiert ausweisen und dem Betreuer die Möglichkeit geben, die Leistung zu beurteilen. So weit die Theorie.
In der Praxis sieht die Angelegenheit oft anders aus: Einige Professoren legen mehr Wert auf die korrekte Zitierweise als auf den Inhalt, bevorzugen jene Studenten, die sich durch die entsprechende Parteizugehörigkeit auszeichnen und wollen keinesfalls eine tatsächlich eigenständige Arbeit (die zudem noch den Nachteil haben könnte, nicht der eigenen weltanschaulichen Perspektive zu entsprechen).
ProblemfelderStudenten können im Laufe einer solchen Arbeit viele unterschiedliche Probleme bekommen: Dies beginnt mit der unübersichtlichen Literaturlage. Als zweites Problemfeld besteht die an deutschen Universitäten verbreitete Unsitte, einen Text mittels möglichst vieler Fremdwörter und komplizierter Satzkonstruktionen zu verunstalten. Satzkonstruktionen, die den Urheber als Akademiker ausweisen sollen. In Wahrheit dokumentieren sie jedoch nur dessen Unfähigkeit, klar zu schreiben oder seine Angst, jemand könnte den Text auf Anhieb verstehen und ihm so den zauberhaften Glanz der Wissenschaftlichkeit nehmen.
Ausweg Ghostwriter?Eines Vorweg: Es dürfte klar sein, daß es illegal ist, eine von einem Ghostwriter verfaßte Arbeit als eigene wissenschaftliche Leistung auszugeben. Daher bestehen die Universitäten auf die Formulierung „Ich versichere, daß ich die beiliegende Diplomarbeit selbstständig verfaßt, keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie alle wörtlich oder sinngemäß übernommenen Stellen in der Arbeit gekennzeichnet habe.“
Die GrauzoneTatsache ist, daß es immer wieder vorkommt, daß Professoren – Menschen also, die ihre „wissenschaftliche Leistung“ also offenbar schon mehrmals unter Beweis gestellt haben – sich oft nicht zu schade sind, Hilfskräfte an den Universitäten auch für die Erstellung eigener Bücher heranzuziehen. Bücher, mit denen sie Geld verdienen. Abgesehen davon, daß hier also mit zweierlei Maß gemessen wird, scheint eine immense Grauzone zu bestehen, in der selten abgeschätzt werden kann, welche Hilfeleistungen noch zulässig, welche unzulässig sind. |